TRIGEMINUS-NEURALGIE
primäre
und symptomatische
Trigeminus-Neuralgie,
Tic douloureux
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Manche Autoren schreiben den Begriff Trigeminus-Neuralgie auch zusammen (Trigem inusneuralgie) oder auch ohne Bindestrich (Trigeminus Neuralgie).
Systematik chronischer Gesichtsschmerzen:
| 1. Primäre Gesichtschmerzen |
| ------ primäre Trigeminus-Neuralgie |
| ------ Atypische Gesichtsschmerzen (anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz) |
| ------ Intermediusneuralgie |
| ------ Glosspharyngeusneuralgie |
| ------ Laryngeus superior-Neuralgie |
| ------ Cluster-ähnliche Syndrome: |
| ---------------Sluder-Neuralgie |
| ---------------Charlin-Syndrom |
| ---------------Neck-tongue-Syndrom (= Nacken-Zungen-Syndrom) |
| 2. symptomatische Gesich tsschmerzen infolge von |
| ------ intrakraniellen Ursachen |
| ------ extrakraniellen Ursachen / u.a. Costen-Syndrom |
| ---------------(myofaziale Dysfunktion; myofaziales Schmerzsyndrom) |
| ------ systemischen Ursachen |
| ------ entzündlichen Ursachen: |
| ---------------Schmerzzustände nach Herpes zoster (Zoster-Neuralgie) |
| --------------Auriculotemporalis-Syndrom |
| ------ anatomischen Ursachen: |
| ---------------Processus-styloideus-Syndrom |
| ------ kardial (= das Herz betreffender) bedingter Gesichtsschmerz |
| ------ iatrogener (= durch ärztliche Einwirkung entstandener) Gesichtschmerz |
Die Trigeminus Neuralgie (primäre und symptomatische) ist auch für den ausgebildeten Schmerztherapeuten eine Herausforderung, da es sich um ein schwieriges Krankheitsbild handelt.
Die Trigeminus-Neuralgie tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf, Frauen sind auf Grund ihrer höheren Lebenserwartung häufiger betroffen als Männer. Bei Männer liegt die Häufigkeit bei etwa 4 auf 100000 Einwohner, bei Frauen sind es 6.
Meist ist der Verlauf progredient (= fortschreitend). 29 % der Patienten haben in ihrem Leben nur eine Schmerz episode , 28 % dagegen drei und mehr. In den ersten 5 Jahren treten jährlich bei 21 % der Patienten erneute Schmerzanfälle auf (Katusic, et al. 1991).
Die Trigeminus-Neuralgie betrifft am häufigsten die Äste V2 (= Oberkiefer / Wange) (18 %) und V3 (= Unterkiefer) (14 %) entweder allein oder in Kombination (37-40 %). Der alleinige Befall von V1 (= Stirn) kommt nur bei ca. 1-5 % der Patienten vor. In 3-5 % kann die Schmerzkrankheit beiderseits auftreten.
Bei der Trigeminus Neuralgie werden 2 Formen unterschieden:
Der Begriff "primäre
Trigeminus-Neuralgie" muß allerdings relativiert werden, da als Ursache
häufiger ein pathologischer
(= krankmachender)
Gefäßkontakt in der hinteren Schädelgrube vorliegt, weshalb die meisten
primäre
n Formen letztlich dann doch symptomatisch sind.
Am häufigsten beruht die Kompression auf einem Gefäßkontakt mit der Arteria
cerebelli superior (ca. 80%). Die Übertragung der Blutgefäß-Pulsation führt zu
einer segmentalen Demyelinisierungen
(= Entmarkung) der
Nervenwurzel (Love
und Coakham 2001).
Daß ein solcher, enger Gefäßkontakt nicht zwingend zu einer Trigeminus Neuralgie führt, zeigt eine Untersuchung bei Sektionen (= Leichenöffnungen), nach dieser liegt relativ häufig eine Kompression der Trigeminuswurzel vor, ohne daß die Menschen zu Lebzeiten unter dieser Krankheit gelitten haben.
Die Trigeminus-Neuralgie (primäre
und symptomatische) ist gekennzeichnet durch anfallsartige
Schmerzattacken im
Gesicht
mit maximaler Stärke und überwiegend kurzer Dauer (Sekunden). Der Schmerzbereich
deckt sich mit dem Ausbreitungsgebiet des betroffenen
Nerven
astes. Die Attacken können auch durch physiologische, taktile
(= den Tastsinn betreffend),
thermische oder propriozeptive
(= den Eigenreflex betreffende)
Reize ausgelöst werden. Häufige Triggermechanismen
(= Auslösemechanismen)
sind bei der (echten)
Trigeminus-Neuralgie Kauen, Sprechen oder bestimmte
Gesichtsbewegungen, die
Berührung
bestimmter Hautareale, die Einwirkung von Wasser oder generell Kälteexposition.
Meistens sind Triggerpunkte bzw. Triggerzonen identifizierbar.
Die Beschwerden treten oft periodisch auf, schmerzfreie Intervalle sind häufig.
Manchmal gehen die Attacken der
Trigeminus-Neuralgie auch in äußerst schmerzhafte längere Salven
über. Bei einer sehr starken
Schmerzattacke
treten Zuckungen der Gesichts
muskulatur
hinzu (Tic douloureux). Im Anfall ist die betroffene
Gesichtspartie meist leicht gerötet, bedingt durch den Schmerz kann
Tränensekretion ausgelöst werden, was dann oft zur Verwechslung mit dem
Bing-Horton-Kopfschmerz führt, besonders wenn der 1. Ast betroffen ist. Im
Unterschied zum
Cluster-Kopfschmerz (Bing-Hor
ton-Kopfschmerz,
Erythroprosopalgie) treten die Attacken meist nur am Tage auf. Bei der
körperlichen Untersuchung sind die zugehörigen Nervenaustrittspunkte oft
druckschmerzhaft (bei ca. 60%). Das weibliche Geschlecht und Patienten jenseits
des 40. Lebensjahres erkranken häufiger an einer dieser
Gesichtsneuralgie.
Diagnostik: Ausführliche Anamnese
(= Abfrage der Vorgeschichte)
bzw.
Schmerzanamnese, neurologische
Untersuchung, bei unklaren Befunden (z.B. neurologische Defizite) zusätzlich
Röntgenaufnahme der Schädelbasis und CT, u.U. auch Kernspintomographie sowie
Liquordiagnostik (=
Hirnwasseruntersuchung).
Medikamentöse Schmerztherapie der
Trigeminus-Neuralgie (primäre und symptomatische):
Als Mittel der ersten Wahl gelten bei der Trigeminus-Neuralgie
die Antiepileptika
(= Mittel gegen die Fallsucht,
aber auch bei Trigeminus-Neuralgie wirksam) Gabapentin oder Pregabalin, als 2. Wahl Carbamazepin. Die Dosierung soll
langsam einschleichend erfolgen. Antiepileptika sollen nicht abrupt abgesetzt
werden, sondern langsam ausschleichend über mindestens 10 Tage. Allzuschnelle
Dosisreduktion oder abruptes Absetzen führen meist zu heftigsten
Schmerzattacken.
Bei ungenügender Wirkung von Carbamazepin oder Gabapentin bzw. Pregabalin können
300-400 mg Phenytoin oder 3-8 mg Clonazepam versucht werden.
Gute Resultate sahen wir teilweise auch unter einer Therapie mit Lamotrigin.
Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann
bei der Trigeminus-Neuralgie
auch das zentral wirksame Muskelrelaxans Baclofen
(= im
Rücken
mark / Gehirn wirkendes
Mittel zur
Muskel
entspannung)
versucht werden. Die Dosierung
erfolgt einschleichend, z.B. Beginn mit 3x5 mg/d. In Kombination mit
Antikonvulsiva (= krampflösende Mittel)
sollte eine Tagesdosis von 90mg nicht überschritten werden (Steardo et
al. 1984). Die Höchstdosierung gibt der Hersteller allerdings mit nur 75 mg an.
In der Regel sind bei der Trigeminus-Neuralgie
peripher wirksame
Analgetika (=
Schmerzmittel)
ohne Nutzen, zentral
(= im Rückenmark / Gehirn) wirksame allenfalls in hoher Dosierung.
Hin und wieder sahen wir bei der
Trigeminus-Neuralgie einen schmerzlindernden Effekt bei der Gabe
eines Gemisches aus Uridin- und Dinatriumsalzen (Keltican®). Dosierung:
2mal tgl. 1-2 Kps. zusätzlich 2mal wöchentlich eine i.m.-Injektion.
Bei stärksten
Schmerzanfälle
n mit statusähnlichem Charakter hat sich die Verabreichung von Phenytoin
als Kurzinfusion bewährt.
Sehr bewährt hat sich zur
Schmerztherapie auch die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit
einem örtlichen
Betäubungsmittel)
(Lees
er
et Hefermann 1989 Schmer
zklinik Bad Mergen
theim). Dabei werden je nach
individueller Wirkzeit 2-3 x täglich die betroffenen Gesich tsnerven an ihren
Austrittspunkten (Foramen supraorbitale, infraorbitale oder mentale) mit ca. 1
ml Bupivacain 0,5% blockiert und die im Anfall dominanten
Schmerzareale und Triggerzonen flächenhaft mit ca. 2-3 ml Bupivacain
infiltriert.
Eine Leitungsanästhesie der Nerven maxillaris und mandibularis kann durch die
Incisura mandibulae
(= Einbuchtung des Unterkiefers nahe am
Kiefergelenk) hindurch mit
jeweils ca. 2-3 ml Bupivacain (0,5%) erfolgen. Nächst höhere Therapiestufen sind
bei Trigeminus Neuralgie dann Blockaden des
Ganglion cervicale superius
(als
GLOA =
ganglionäre Opioidanalgesie)
oder
Ganglion stellatum
(= Schaltstellen im
unwillkürlichen Nervensystem im hinteren
Rachen
- bzw. seitlichen
Halsbereich).
Unter dieser konsequenten, täglichen Therapie kann dann eine bestehende
Carbamazepin- oder Gabapentin -Medikation langsam ausschleichend reduziert
werden, ohne daß heftige Schmerzattac
ken auftreten.
Was bewirkt die therapeutische Lokalanästhesie bei einer Trigeminus-Neuralgie?
Aus bisher ungeklärter Ursache, vermutlich
aber durch Störungen im Metabolismus
(= Stoffwechselvorgänge) , ist die Nervenzelle nicht in der Lage, ein stabiles Membranpotential
(= bioelektrische
Aktivität an biologischen Strukturen mit abschließender, begrenzender oder
trennender Funktion) von 60-90mV
(= 60-90 tausendstel Volt)
aufrechtzuerhalten, weshalb schon geringe
taktile (= den Tastsinn betreffende)
und thermische (= die Temperatur betreffende)
Reize zu einer Depolarisation
(= Verminderung oder Aufhebung
der Spannung an der Trennschicht) und
damit zu
Schmerzen führen
können. Die nachfolgende Repolarisation
(= Wiederaufbau der Spannung an der Trennschicht)
erfordert von der Zelle eine hohe energetische
Leistung, die dem ohnehin geschwächten Metabolismus
(= Stoffwechselvorgänge)
zusätzlich abverlangt wird. Mit jeder De-
und nachfolgenden Repolarisation erschöpfen sich zunehmend die energetischen
Reserven und das Membranpotential sinkt weiter ab, wodurch die Anfälligkeit auf
depolarisierende (=
Verminderung oder Aufhebung der Spannung an der Trennschicht bewirkende)
Reize weiter zunimmt; damit tritt ein
Circulus vitiosus (=
Teufelskreis) ein.
Mit
Nervenblockaden
wird die Schmerzreizleitung unterbrochen, d.h., die Depolarisation
(= Verminderung oder Aufhebung
der Spannung an der Trennschicht)
verhindert, damit erübrigt sich die energieverzehrende Repolarisation
(= Wiederaufbau der Spannung an
der Trennschicht). Durch die
gleichzeitige Blockade der sympathischen
(= das unwillkürliche Nervensystem betreffende)
Faseranteile (Sympathikolyse)
wird die Durchblutung und damit die Nutrition
(= Ernährung der Zelle)
sehr deutlich verbessert, so daß sich der Metabolismus
(= Stoffwechsel)
mindestens
für die Dauer der Blockade erholen kann.
In der Regel reicht eine einmalige
Nervenblockade jedoch nicht aus, so daß, je nach Ausmaß der mutmaßlichen
metabolischen (= den
Stoffwechsel betreffende) Störung,
weitere Blockaden erforderlich sind. Es leuchtet ein, daß der optimale Zeitpunkt
für die Folgeblockade der Moment ist, in dem die vorausgegangene eben
abgeklungen ist, weil sonst die Gefahr besteht, daß der beschriebene Circulus
vitiosus (= Teufelskreis)
erneut in Gang kommt.
Dies ist der Grund, warum wir bei Patienten mit
Trigeminus-Neuralgie die Blockadebehandlungen mit einem
lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel konsequent zweimal täglich (auch an
Wochenenden) durchführen, was ambulant natürlich kaum realisierbar ist.
Andererseits läßt sich mit dem beschriebenen Wirkmechanismus begründen, daß es
in vielen Fällen sinnlos ist, die therapeutischen Blockaden in größeren
Zeitabständen durchzuführen, so z.B. nur 2 mal wöchentlich als
ambulante Schmerzbehandlung.
Neurochirurgische Interventionsmöglichkeiten bei Trigeminus-Neuralgie:
Diese sollten bei
Trigeminus-Neuralgie nur dann zum Einsatz kommen, wenn medikamentöse
Behandlungsversuche erfolglos bleiben. Nachteil der Elektrokoagulation des
Ganglion Gasseri ist die relativ hohe Rezidivquote
(= Rückfallrate). Eine gefürchtete Komplikation ist
eine Läsion (=
Verletzung) des N. ophthalmicus (bis
hin zur Erblindung).
Durch Thermo- oder Kryokoagulation des Ganglion Gasseri treten insgesamt
deutlich weniger Nebenwirkungen auf. Schmerzrezidive
(= wiederkehrende Schmerzen)
werden allerdings auch bei dieser Methode mit 5-20 % angegeben (Siegfried
1977).
Retroganglionäre Wurzeldurchtrennungen, Traktotomie oder Thalamotomie werden
heute bei einer Trigeminus
Neuralgie kaum mehr
durchgeführt (Moebius et al. 1989). Obsolet
(= veraltet)
sind Exhairese
(= herausziehen)
oder Alkoholinjektionen peripherer
Trigeminus -Äste (Diener et al. 1994). Insgesamt gesehen hat sich in
den letzten Jahren eine zunehmende Zurückhaltung bei der Indikationsstellung zur
operativen Behandlung durchgesetzt (Ausnahme: Operation nach Janetta).
Nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen haben sich bei der
Trigeminus-Neuralgie nicht oder nur ungenügend bewährt.
Die (echte) Trigeminus-Neuralgie wird häufig mit folgender Diagnose verwechselt:
Atypischer Gesichtsschmerz(persistierender idiopathischer Gesichtsschmerz)
Dieser Begriff bezeichnet Gesich
tsschmerzen, die zwar vorwiegend im
Bereich des Trigeminus (deshalb wird manchmal auch der Begriff
Trigeminusneuropathie
verwendet), jedoch nicht streng paroxysmal
(= anfallsartig) wie bei der
Trigeminus-Neuralgie auftreten. Die Schmerzregion ist in der Regel nicht mit
dem Ausbreitungsgebiet des mutmaßlich betroffenen Nervenastes identisch, nicht
selten sind auch beide Gesichtshälften betroffen. Es sind keine deutlichen
Triggermechanismen (=
Auslösemechanismen)
vorhanden, weshalb auch Triggerzonen meist fehlen.
Überwiegend klagen die Patienten mit atypischen Gesich
tsschmerzen über einen
Dauerschmerz bzw. länger anhaltende Schmerzsensationen, die sich aber auch
anfallsartig verstärken können. Häufig liegen beim atypischen Gesich
tsschmerz psychische Überlagerungen vor
(z.B. depressive Verstimmung, psychovegetative Labilität, neurotische
Verhaltensstörungen).
Häufig ist die körperliche Untersuchung völlig unauffällig. Teilweise
sind die korrespondierenden NAP
(= Nervenaustrittspunkte) (Foramen
supraorbitale, infraorbitale und mentale) druckdolent. Die Beschreibung der
Schmerzqualität ist uneinheitlich, teilweise wird brennend angegeben, teilweise
dumpf und drückend.
Zur Schmerztherapie des atypischen Gesich tsschmerzes
können wie bei der primäre
n Trigeminus-Neuralgie
Antikonvulsiva (z.B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin)
(= krampflösende Mittel)
versucht werden, allerdings fällt die Erfolgsquote geringer als bei der
Trigeminus-Neuralgie aus. Ähnliches gilt für die Verordnung von Baclofen,
auch in Kombination mit einem Antikonvulsivum.
Aus unserer Sicht heraus ist bei atypischen Gesich
tsschmerzen das Mittel der Wahl eher ein
Antidepressivum. Tri- oder tetrazyklische
Antidepressiva eignen sich auch zur Prophylaxe
(= Vorbeugung)
eines episodenhaft auftretenden
atypischen Gesich
tsschmerzes.
Vereinzelt sprechen die Beschwerden auf einfache Analgetika wie ASS oder
Paracetamol an. Manchmal hilft auch ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalzen
(Keltican®).
Zufriedenstellend wirksam ist die
therapeutische Lokalanästhesie
mit lang wirkenden
Lokalanästhetika
(=
örtliche Betäubungsmittel) z.B.
Bupivacain 0,25-0,5%). Dabei werden 2-3 x täglich die betroffenen Gesich tsnerven an
ihren Austrittspunkten (Foramen supraorbital, infraorbitale oder mentale)
blockiert und das dominante Schmerzareal flächenhaft infiltriert (Le
eser
et Hef
ermann
1989). In hartnäckigen Fällen kann auch bei dieser Indikation die Durchführung
von Ganglion cervicale superius- oder
Stellatumblockade
n
(= Betäubung vegetativer
Schaltstellen im Rachen- oder seitlichen Halsbereich)
in engmaschiger Abfolge versucht werden.
Physikalische Therapiemaßnahmen wie Wärme- oder Kälteapplikation, aber auch
transkutane Nervenstimulationen können beim atypischen
Gesichtsschmerz zur
Linderung beitragen.
Operative Verfahren (Elektrokoagulation des Ganglion Gasseri oder
Thermokoagulation) sollten nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn
höhergradige psychische Überlagerungen auszuschließen sind.
Wenn eine Trigeminus-Neuralgie längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).
Jetzt noch gute Nachrichten für alle Schmerzpatienten
Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf , in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zu einem 1. Urteil (Sozialgericht Kassel) (Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik) Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: www.schmerzklinik.com/sozialgericht2 (Pressekommentar dazu: https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik) und vom Sozialgericht Köln erging eine entsprechende, einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st mit, dass alle gesetzlich Krankenversicherte mittlerweile einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen.
Führen Krankheiten, also auch chronische Schmerzen, nicht zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, so ist laut dem zuständigen Bundesministerium die Krankenkasse selbst Kostenträger und nicht die Rentenversicherung. Auch sei die Krankenkasse selbst Kostenträger, wenn eine Behinderung oder eine Pflegebedürftigkeit droht. Quelle: http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st
Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).
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http://www.trigeminus-neuralgie.de <strong>primäre</strong> und <strong>symptomatische</strong> Aktualisiert: >04.03.2008</> kusB&